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Das Bekenntnis zur Farbe ist das Bekenntnis zu mir selbst

Jeder Mensch hat eine Lieblingsfarbe. Warum aber fühlen sich Menschen mit bestimmten Farben verbunden? Heute gibt Farbexpertin Karin Hunkel, die übrigens auch beim NaturkosmetikCamp 2018 am Sonntag in der Früh einen Farb-Workshop leitet, einen Einblick in die ganzheitliche Farbbetrachtung.

Das Bekenntnis zur Farbe, ist das Bekenntnis zu mir selbst. Foto: Fotolia/benjavisa

Das Bekenntnis zur Farbe ist das Bekenntnis zu mir selbst. Foto: Fotolia/benjavisa

Von der oberflächlichen zur ganzheitlichen Betrachtung

Durch den diesjährigen NaturkosmetikCamp-Titel „Farbe bekennen“ fühle ich mich besonders aufgerufen, aktiv an diesem Thema mitzuarbeiten. Mehr als 30 Jahre habe ich mit der Wirkung von Farben, Heilung mit Farben und Ausbildung in Farbresonanz gearbeitet und dabei drei Bücher zu diesem weitreichenden Thema veröffentlicht – das letzte mit dem Titel „Ganzheitliche Farbberatung“.

Im Jahr 1986 habe ich zusammen mit einer Kollegin die damals eher oberflächliche Farbberatung um die Qualität der Ganzheitlichkeit erweitert. Ganzheitliche Farbberatung sieht, wie der Name schon sagt, den Menschen als Ganzes und nicht nur, was ihm kleidungsgemäß gut steht. Erst recht reicht uns nicht die Einteilung in die vier Schubladen der Jahreszeiten.

Jede Farbe, die wir an uns ranlassen, mit der wir uns umgeben, die wir tragen, in der wir leben, macht etwas mit uns.

Welche Farbe tut mir gut?

Farben haben, neben Düften, als Einziges ein Energie-Potential, gegen das wir uns bewusst nicht wehren können. Wir reagieren unbewusst auf sie. Dies kann sogar zu bemerkenswerten Lebensveränderungen führen, wenn wir plötzlich andere Farben tragen als bisher. Ganzheitlich mit Farben umzugehen bedeutet erst einmal, Aufmerksamkeit dafür zu entwickeln, welche Farbe mir guttut, welche ich ablehne und warum. Es bedeutet, für mich selbst Aufmerksamkeit zu entwickeln, zu meinem inneren Selbst zu stehen.

Interessant ist sicher, dass die Farben, die du ablehnst, genau diejenigen sind, die unbewältigte Probleme – meist noch aus der Kindheit – repräsentieren. Das kann deshalb funktionieren, weil wir Menschen allesamt eigentlich „Farben“-Wesen sind. Alle Themen und Probleme, die nicht bewältigt werden konnten, werden zusammen mit einer – jeweils bestimmten – Farbe im Unterbewusstsein abgespeichert. Wenn wir das Problem nicht bearbeiten wollen, lehnen wir dafür stellvertretend einfach diese bestimmte Farbe ab und werden so nicht mehr mit dem Problem konfrontiert.

Deshalb ist es am aufschlussreichsten zu erfahren, welche Farbe du ablehnst und auch nicht trägst. Dabei ist es genau, wie mit allen anderen Dingen, die wir verdrängen, verschweigen, vergessen, verleugnen: Es kostet unheimlich viel Energie, den Status der Nichtbeachtung aufrechtzuerhalten. Doch es geht hier im Wesentlichen um eines: Farbe bekennen! Erst wenn wir mit allen Farben versöhnt sind, wenn wir alle tragen können und nicht nur Schwarz, sind wir „ganz“.

Sonnengelb bedeutet Geben und Nehmen in Balance. Foto: Karin Hunkel

Sonnengelb bedeutet Geben und Nehmen in Balance. Foto: Karin Hunkel

Die Hauptfarben – von Knallrot bis Violett

Die Farben, um die es hauptsächlich geht, sind die sieben Haupt-Farben: Knallrot, Orange, Sonnengelb, Blattgrün, Blau, Indigo und Violett. Jede der Hauptfarben entspricht einem der Chakren, wovon wir ebenfalls sieben haben. Hinzu kommen noch die Nebenfarben: Braun, Rosa, Türkis. Die Chakren auf einem hohen Level auf Energiekurs zu halten bedeutet, sich vital, voller Energie und glücklich zu fühlen. Wer will das nicht?

Die sieben Hauptchakren stehen mit sieben Farben in Korrespondenz und haben jeweils entsprechende Themen, wie:

  • Knallrot: Wurzelchakra = Kraft, Triebe, Selbstbehauptung
  • Orange: Sakralchakra = Erotik, Kreativität, Freiheit
  • Sonnengelb: Solar Plexus = Geben und Nehmen in Balance
  • Blattgrün: Herzchakra = Liebe (auch zu mir selbst), Partnerschaft
  • Blau: Halschakra = Sprache, Kommunikation
  • Indigo: Stirnchakra = Intuition, Heiler, innere Führung
  • Violett: Scheitelchakra = Verbindung zum Göttlichen, Vertrauen

Weitere Beispiele, wie Farben wirken, bekommst du in dieser Übersicht.

Auseinandersetzung beim NaturkosmetikCamp 2018

Es ist relativ einfach, diesen Seins-Zustand zu erreichen. Ein erster und notwendiger Schritt ist die Versöhnung und Auseinandersetzung mit den eigenen Farben. Eine Einladung, sich auf das Thema Farben einzulassen und dabei die Brücke zu dir selbst zu schlagen, bekommst du in meinem Color-Event „Mit allen Sinnen Farben erleben“ beim NaturkosmetikCamp 2018, am Sonntag, 8.45 Uhr bis 9.15 Uhr.