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Wie die Traditionelle Chinesische Medizin in die europäische Naturkosmetik hineinwirkt – ein Beispiel aus Österreich

Woher stammt dieser Inhaltsstoff? Wer steht hinter der Marke? Wo wird das produziert? All das sind Fragen, die heute im Verkaufsgespräch auftauchen. Warum interessieren sich Kunden plötzlich für Fragen der Nachhaltigkeit und Ganzheitlichkeit? Ein Einblick in westliche und östliche Sichtweisen.

Wie wirkt die Traditionelle Chinesische Medizin in die europäische Naturkosmetik hinein? Foto: DragonImages

Wie wirkt die Traditionelle Chinesische Medizin in die europäische Naturkosmetik hinein? Foto: DragonImages

Die westliche Sichtweise: Warum Naturkosmetik?

Wir befinden uns im Zeitalter des Wissens und des Bewusstseins. Menschen machen sich verstärkt Gedanken über sich und die Umwelt. Die Kunden wollen wissen, woher die Produkte stammen und wer dahintersteht. Unternehmen versuchen nachhaltig und ethisch zu agieren und legen ganz klar offen, was in den Produkten enthalten ist. Der Aufschwung der Naturkosmetik trifft genau diesen Zeitgeist. Sie wirkt langfristig, da sie die natürliche Selbstregulation der Haut fördert und unterstützt. Auch hier steht also die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Darüber hinaus beginnen mehr und mehr Hersteller von Naturkosmetik, Hautpflege nicht mehr nur isoliert zu betrachten, und binden andere wichtige Komponenten wie Ernährung und Bewegung mit ein.

Aus der asiatischen Perspektive

Während sich die westliche Welt erst nach und nach in Richtung eines ganzheitlichen Ansatzes bewegt, ist dieser Zugang in der asiatischen Gesellschaft tief verwurzelt.

Im alten China galt Schönheit als Urzeichen von Macht und Erfolg. Die chinesischen Kaiserinnen hatten für das Volk Vorbildfunktion und waren sehr bemüht, ihre Schönheit durch einen gesunden Lebensstil bis ins hohe Alter zu bewahren. Sie bedienten sich mit Cremen und Tinkturen, deren Rezepturen geheim waren und von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Diese Rezepturen wurden von Ärzten und Priestern in Klöstern entwickelt. Dabei wurde die Wirkung von Kräutern immer ganzheitlich betrachtet – auf die Organe sowie die Lebensenergie.

Schönheit ist im asiatischen Raum mit Gesundheit seit jeher eng verbunden und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verankert. Das Wissen hat sich über Generationen hinweg bis heute erhalten. Sie ist eine Lebensphilosophie, die anders als die westliche Medizin meist nicht die Symptome einer Krankheit behandelt, sondern sich auf die Ursache konzentriert und den Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet.

Die Basis der Traditionellen Chinesischen Medizin

Um ganzheitliche Gesundheit zu erreichen, müssen Yin und Yang ausbalanciert sein. Das chinesische Symbol mit der hellen und der dunklen Seite, die miteinander verwoben sind, kennt jeder. Das große hat jeweils einen kleinen Teil der anderen Seite in sich und das lässt sich wunderbar auf alle Bereiche des Lebens übertragen:

Alles hat ein Gegenteil und bildet zusammen mit diesem eine Einheit.

Yin und Yang beeinflussen sich gegenseitig. Harmonie und Ausgleich gibt es nur, wenn ein gesundes Gleichgewicht zwischen den beiden Seiten herrscht: Helligkeit und Dunkelheit, Wärme und Kälte, Ruhe und Bewegung. Die TCM ordnet alle Aspekte des Lebens nach Yin und Yang, so auch die fünf Elemente Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz und die verschiedenen Organe. Das funktioniert sogar bei Lebensmitteln: Beim Kochen nach den fünf Elementen werden die Zutaten und Gewürze bewusst für unser Gleichgewicht genutzt. Jedes Rezept beinhaltet immer alle fünf Elemente, lediglich der Schwerpunkt variiert.

Die Haut gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Spiegel unserer Seele. Wenn Körper, Geist und Seele im Einklang sind, strahlen wir das auch nach außen. Deshalb gilt es auf einen umfassend gesunden Lebensstil zu achten und die natürliche Funktionsfähigkeit der Haut zu fördern und zu unterstützen.

Wie kombiniert man die westliche Sichtweise mit der asiatischen Philosophie in der Hautpflege?

Dieser ganzheitliche asiatische Ansatz hat großes Potenzial in der westlichen Welt. Heute suchen immer mehr Menschen Produkte und Marken, die ihnen auch einen ganzheitlichen Ansatz, eine Lebensphilosophie bieten. Wir wollen mit der Marke Master Lin die Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin auch den Europäern näherbringen. Die ganzheitliche Kosmetik entspricht den Qualitätsansprüchen des europäischen Marktes, ist zu 100% natürlich und NATRUE-zertifiziert und wird in Österreich am eigenen Unternehmensstandort produziert.

Wertvolle natürliche Zutaten wie Feingold, Perlenpuder, Heilkräuter aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und ätherische Öle bilden die Basis der sorgfältig aufeinander abgestimmten Formulierungen. Jede Rezeptur ist ausgeglichen und enthält Bestandteile der fünf Elemente Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz. Die Haut bekommt dadurch eine ausgleichende Pflege, die die Haut auf natürliche Weise in Balance bringt und hält. Dabei ist jedes Produkt für alle Hauttypen geeignet.

Gold und Perle

Gold gilt als eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Nicht nur in der Traditionellen Chinesischen Medizin wird es schon seit Jahrtausenden als kostbar geschätzt. Auch bei uns in Europa hat Gold eine Tradition. So war es für Paracelsus ein Universalheilmittel mit antibakterieller Wirkung. Heute weiß man, dass Gold antioxidative Eigenschaften besitzt, die den Körper von Giftstoffen befreien und der Zellalterung entgegenwirken können.

Auch die Perle ist ein Geschenk der Natur. Der aus ihr gewonnene Perlenpuder wird in Asien seit Jahrtausenden in Schönheitsrezepturen verwendet. Auch am Kaiserhof des Alten Chinas fand er Anwendung. Was die alten Meister vermuteten, hat die moderne Wissenschaft bestätigt: Studien zufolge hilft Perlenpuder der Haut bei der Regeneration und lindert Reizungen. Er soll zudem Unebenheiten ausgleichen, den Hautton aufhellen sowie Fältchen und kleine Linien reduzieren.