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Naturkosmetik in der Apotheke – wohin geht der Trend?

Bereits Johann Wolfgang von Goethe wusste um die Bedeutung der Natur, denn in seinen Augen ist die Natur allein „unendlich reich (…)“ und „alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt“. Die Labore und Teeküchen der Apotheken sind reichlich gefüllt mit wertvollen Rohstoffen aus der Natur. Das Arsenal von Heilpflanzen ist fast grenzenlos – voll mit getrockneten Drogen sowie mit erlesenen, in Alkohol angesetzten, Kräuterelixieren.

Die Apotheke als idealer POS für Naturkosmetik. Foto: contrastwerkstatt/Fotolia

Die Apotheke als idealer POS für Naturkosmetik. Foto: contrastwerkstatt/Fotolia

Als ich in der Apotheke die pharmazeutisch kaufmännische Ausbildung absolvierte, war die Kosmetik auf vier konventionelle Apothekenmarken aufgeteilt. 20 Jahre später sind die 4 großen Leader noch immer gut platziert, allerdings hat sich die Zahl der Anbieter verändert. Zusätzlich wird ein breites Angebot an green washed Kosmetik angeboten.

Trend oder Selbstverständlichkeit?

Dem Trend nach naturbelassenen Produkten folgend, sucht der Kunde Naturkosmetik im Drogeriemarkt, im Reformhaus, ja sogar im Supermarkt. Historisch betrachtet ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Apotheke der Platz ist, wo die Kernkompetenzen und das Fachwissen über die Kräfte der Natur vorhanden sind. Diese Tatsache sollte jedeN ApothekerIn dafür sensibilisieren, diese stark wachsende, nach Expertenwissen fragende Kundenschicht wieder in die eigene Apotheke zurückzuholen.

Innovative PharmazeutInnen mit einem ganzheitlich orientierten Ansatz haben den Ehrgeiz und bieten Naturkosmetik in der eigenen Apotheke an. Dabei ist auch die Nachhaltigkeit zum alltäglichen Anspruch geworden. Dieser Ansatz beschränkt sich nicht nur auf Ingredients, sondern umfasst den ganzen Produktlebenszyklus – von traditionell europäischen Rohstoffen über naheliegende Produktionsstandorte mit sanften Herstellprozessen. Zudem wird auch mit sozial integrativen Betrieben zusammengearbeitet und auf eine umweltfreundliche Verpackung wertgelegt. Ganzheitlich: die Aufmerksamkeit bewusst auf die Kräfte der Natur lenken und deren Kreisläufen gerecht werden.

Rebekka Baumann: Inhaberin von ReBa cosmetic. Foto: ReBa cosmetic

Rebekka Baumann: Inhaberin von ReBa cosmetic. Foto: ReBa cosmetic

Die Zukunft der Naturkosmetik in der Apotheke

Der klassische Apothekenkosmetikkunde hat meist Hautprobleme und sucht nach Lösungen in der Apotheke. Daher ist es wichtig, abzufragen, ob die Haut zum Beispiel „Bienenwachs, Allergene und fette Öle aus Korbblütler“ verträgt. Um auf Hautproblematiken eingehen zu können, ist die Beratung in der Apotheke auf eine ausgewogene Balance zwischen dermatologisch und natürlich vertretbarer Kosmetik zu achten. Denn nur die Apotheke und das fachlich geschulte Personal haben die Kompetenz und die Qualifikationen, dem Kunden nicht nur eine Marke anzubieten, sondern Roh-und Wirkstoffe aus der Natur, die dauerhaft Linderung schaffen.

Unsere Praxis hat gezeigt, dass die Sensibilisierung von beiden Seiten – das heißt vom Kunden und von den Apotheken – wächst und dafür sorgt, dass immer mehr Personen ihr Hauptaugenmerk auf ein Leben im Einklang mit der Natur und Umwelt legen. Dieser Nachfrage wollen wir mit ReBa cosmetic gerecht werden.

Menschen mit ganzheitlich orientiertem Gesundheitsbewusstsein werden die fundierte Beratungskompetenz der Apotheke sehr schätzen, da die Apotheke immer noch die kundenindividuelle Beratung und die angebotene Qualität in den Vordergrund stellt und dort althergebrachtes Heilkundenwissen mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gepaart ist.