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It’s all about sustainability. Bisherige Themenvorschläge zum 3. NaturkosmetikCamp Ende Juni

Herzstück des NaturkosmetikCamps sind, wie bei allen BarCamps, die Sessions. Bisher wurden dafür von den Teilnehmern insgesamt 13 Themen eingereicht. Was diese Themenvorschläge verbindet, ist das echte Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Gerne möchten wir heute einen kleinen Einblick gewähren – und freuen uns auf weitere Themenvorschläge.

Autoren der ersten Themeneinreichungen. Foto: NKC/Privat

Autoren der ersten Themeneinreichungen. Foto: NKC/Privat

„Nachhaltigkeit“ – schon zu oft gehört oder ein Begriff, den die Naturkosmetik nicht oft genug betonen kann?

Leider wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ heute inflationär verwendet – häufig auch aus reinen Marketingzwecken und für Dinge, die oft bei näherer Betrachtung gar nicht so nachhaltig sind. Das bewegt manch wirklich nachhaltiges Unternehmen – wie die Akteure der Naturkosmetik-Branche – dazu, diesen Begriff nicht mehr gern verwenden zu wollen. Doch Nachhaltigkeit und Naturkosmetik gehören zusammen! Das darf und soll die Naturkosmetik auch selbstbewusst betonen. Das heißt: nicht die eigenen Leistungen unter den sprichwörtlichen Scheffel stellen und das Feld der konventionellen Kosmetik überlassen!

Weil unser diesjähriges Motto „In Balance mit der Natur“ lautet, freut es mich ganz besonders, dass die bisher eingereichten Themen den Kern-Wert der Nachhaltigkeit fest verankert haben, wenn auch von verschiedenen Blickwinkeln aus. Vielfalt ist also garantiert:

Alle aktuellen Themenvorschläge auf einen Blick:

  1. Birgit Corall, Bettina Zagel: Werden wir Naturkosmetikhersteller dem Öko-Gedanken mit unserer Verpackung gerecht?
  2. Marion Keller-Hanischdörfer: Ethische Standards sind keine Wachstumsbremse!
  3. David Faber, Lisa-Marie Leitner: Webdesign & User Experience Trends in der Naturkosmetik- und Bio-Branche
  4. Edda Pascher: Absatzsteigerung durch vegane Gütesiegel
  5. Christian Holzer: Sinnstiftendes Führungsvermögen – Unternehmen als Lebenswelten
  6. Stefanie Dietz, Barbara Böck: Schönheit 2.0: Wachstumsmarkt Naturkosmetik und Kommunikation der Zukunft
  7. Bodo Kubartz: The Natural Scent Tour II: Die Kraft der Aromen
  8. Beate Smelter: Braucht ein Verkäufer im Segment Naturkosmetik “Stil”? Oder reicht Natürlichkeit?
  9. Laura Anderson: Werte erlebbar machen: Was man mit Design erreichen kann
  10. Michael Paasch: Kosmetik 5.0: Wirklich konservierungsmittelfreie Kosmetik – wie sinnvoll ist sie und wie geht es?
  11. Thomas Fleckenstein: Die Naturkosmetik druckt grün, oder?
  12. Hassaan Hakim: Leitbild haben oder sein?! Was ist das ’natürliche Potential‘ einer Naturkosmetikmarke?
  13. Lilli Vogl: Instagram: Visual Storytelling in der Naturkosmetik
Auch in diesem Jahr versprechen die Themenvorschläge spannende Sessions. Foto: NKC/Dirk Holst

Auch in diesem Jahr versprechen die Themenvorschläge spannende Sessions. Foto: NKC/Dirk Holst

Nachhaltigkeit aus verschiedenen Blickwinkeln – die Fragestellungen beim NaturkosmetikCamp

Nachhaltigkeit betrifft natürlich nicht nur den Inhalt – sondern auch die Verpackung. Die Frage, die Birgit Corall und Bettina Zagel von cobicos und designvolte stellen: „Macht eine reine Naturverpackung Sinn, wenn der Kunde dann die Produkte unter Umständen nicht kauft und dann doch lieber zur konventionellen Kosmetik greift?“ Zu Druckerzeugnissen gehören auch Broschüren und Werbematerial. „Was ist hier heute möglich?“, fragt Thomas Fleckenstein von der Druckerei Lokay. Entscheidend für Nachhaltigkeit sind allumfassende ethische Standards, die Hersteller, Lieferanten und Verbrauchen einbinden, so Marion Keller-Hanischdörfer von Primavera Life. Und dafür ist sinnstiftendes Führungsvermögen notwendig, dass Mitarbeitern Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer gesamten Persönlichkeit bietet, ergänzt Work-Life-Balance Unternehmensberater Christian Holzer in seinem Themenvorschlag.

Nachhaltigkeit bedeutet aber auch ein neues Verständnis von „Schönheit“. „Wie kann man diese Werte glaubwürdig kommunizieren und junge Zielgruppen ansprechen?“ fragen Stefanie Dietz und Barbara Böck von der Messe Vivaness. Werte müssen auch erlebbar gemacht werden. Dafür ist Design ein guter Weg, sagt Laura Anderson von hautTATSACHEN. Und Hassaan Hakim von YOOL betont, dass Marke für Werte, Haltung und Orientierung steht – sie ist ein Synonym für Vertrauen. Und klar, die Kommunikation im Web gewinnt an Bedeutung. „Welche Trends und Best Practices gibt es hier?“, fragen David Faber und Lisa-Marie Leitner von Peritus Webdesign. Lilli Vogl von viermalvier konzentriert sich in der Online-Kommunikation auf Instragram und möchte aufzeigen wie Visual Storytelling in der Naturkosmetik funktioniert. Auch die besten Produkte kommen ohne gute Verkäufer nicht aus, sagt Beate Smelter von KompetenzWERK. Reicht hier „Natürlichkeit“ oder bedarf es mehr?

Grundlage aller Nachhaltigkeit sind die Inhaltsstoffe. Hier wurden bisher 3 Themen eingereicht: Bodo Kubartz von Passion and Consulting möchte an seine Session vom letzten Jahr anknüpfen und den Fokus auf natürliche Aromen bei Düften legen. Konservierung ist weiterhin ein wichtiges Thema. Michael Paasch von Ursatec Verpackung betont, dass die Zukunft ohne jegliche Zusatzstoffe auskommt. Und – last but not least – liegt auch 2016 vegane Naturkosmetik hoch im Kurs. Welche Gütesiegel es hier gibt und auf Absatzsteigerung hoffen lassen, möchte Edda Pascha von The bird’s new nest in ihrer Session diskutieren.

Auf geht’s! Themen können noch eingereicht werden

Bisher haben sich insgesamt 15 Personen, davon 9 Damen und 6 Herren, durchgerungen und ein Thema eingereicht – teilweise auch zu zweit. Wer als Teilnehmer diese besondere Gelegenheit dafür nutzen möchte, etwas Positives zur Nachhaltigkeit der Naturkosmetik beizutragen, kann noch ein Thema einreichen. Insgesamt können 18 Themensessions behandelt werden. Die Teilnehmer entscheiden vor Ort mittels Punkten.

Wie auch im letzten Jahr bietet der Sessionplan Platz für 18 Themen. Foto: NKC/Dirk Holst

Wie auch im letzten Jahr bietet der Sessionplan Platz für 18 Themen. Foto: NKC/Dirk Holst

Wie auch in den letzten beiden Jahren werden abschließend am Sonntag alle Ergebnisse in Form von Thesen aus den Sessions vorgestellt – auch im Web. Erstmalig werden wir aber in diesem Jahr nach dem Camp alle Sessions nochmal in ausführlichen Blogbeiträgen als Expertenkommentar des jeweiligen Autors oder als Interview mit dem Session-Leiter aufgreifen. So erhalten die von den Teilnehmern gewählten Themen noch mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Branche.

Wie man selber ein Thema einreicht, erfahrt ihr hier! Nur Mut! Gerne unterstützen wir bei allen Fragen – auch telefonisch.