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Digitale Trends: Auf welchen Channels man 2016 über Naturkosmetik spricht!

In diesem Blogartikel möchte ich euch die wichtigsten digitalen Trends für 2016 vorstellen. Ob wir in ein paar Jahren noch von denselben Plattformen sprechen werden, kann ich euch nicht versprechen. Dennoch erwartet euch ein spannendes neues Jahr. Auch wenn ihr selbst auf diesen Plattformen (noch) nicht aktiv seid, solltet ihr dennoch mithören bzw. Bescheid wissen, ob und wie über eure Marke auf diesen Plattformen gesprochen wird.

Die digitalen Trends 2016 sind vielfältig. Foto: Fotolia/maglara

Die digitalen Trends 2016 sind vielfältig. Foto: maglara/Fotolia

Smart Content & Storytelling

Wann, wo und wie werden meine Inhalte gesehen? Diese Frage muss man sich 2016 noch stärker stellen. Denn Inhalte werden 2016 zu einem Großteil mobil und nebenbei konsumiert. Die meisten User haben wenig Zeit, sie konsumieren Inhalte nebenbei (z. B. während einer U-Bahn-Fahrt, beim Warten auf den Bus) oder nutzen das Smartphone als Second Screen beim Fernsehen. Wenn Content erstellt wird, muss dieser smart sein, er muss die Leute überraschen und auf ihrem bevorzugten Endgerät/ der jeweiligen Plattform erreichen. Deshalb muss ich meine Inhalte dort bereitstellen, wo sich meine Kunden gerne (im Netz) aufhalten.

Hier also die wichtigsten digitalen Trends für 2016:

1.) Influencer Marketing

Die Macht der Blogger und Instagramer wird immer größer bzw. die User vertrauen authentischem Content mehr als jenen Inhalten, die von offizieller Unternehmensseite kommen. Unter “Influencer Marketing” versteht man Marketing-Aktionen mit bestimmten Influencern, die in der jeweiligen Zielgruppe als authentisch gelten und Einfluss auf die Meinung ihrer Leserschaft ausüben. Dies können Fashionistas, Blogger, Instagramer etc. sein. Die Kommunikation verlagert sich – weg von großen anonymen Plattformen hin zu direkter, persönlicher Kommunikation. Deshalb ist es sinnvoll, über Kooperationen mit Bloggern nachzudenken bzw. gemeinsame Aktionen zu planen. Oftmals stellen Unternehmen eine Auswahl an Produkten Bloggern oder Instagramern zur Verfügung, damit diese sie testen und bewerten können. Sehr erfolgreich macht dies beispielsweise in Deutschland die YouTuberin Bibi mit ihrem Channels von BibisBeautyPalace.

Linktipp: Das Bibi-Business

BibisBeautyPalace auf YouTube:

2.) Video, Video, Video

Neu ist diese Thema nicht, aber immer noch wichtig. 2016 sogar noch umkämpfter als bisher. Erfolgreiche YouTuber und Beauty-Blogger können nicht irren, sie setzen auf Videos, um ihre Geschichten noch besser und authentischer zu erzählen (und um ihre Lieblingsprodukte und Anwendungen vorzustellen). Dazu zählen Video-Tutorials, Slideshows oder Gifs. Auch Facebook will 2016 endgültig zur Video-Plattform werden und YouTube überholen. Ein Schritt dahin sind die neuen 360 Grad Videos.

Da kann vom 5-Sekunden-Spot bis zum Loop-Clip (der sich ständig wiederholt) alles dabei sein. Wichtig: Das Video muss kurz, knackig und einprägsam sein. Besonders Tutorials erfreuen sich großer Beliebtheit im Netz.

Make-Up Tutorial von Österreichs bekanntester Bloggerin DariaDaria:

3.) „Mobile only“-Plattformen

Instagram boomt und ist die derzeit am schnellsten wachsende Social-Media-Anwendung. Das merkt man unter anderem auch daran, dass vor allem junge User im Alter zwischen 16-30 Jahren vermehrt auf Instagram aktiv ist. Wenn dies eure Zielgruppe ist, sollte Instagram 2016 Teil eurer Kommunikationsstrategie sein. Kleine Info am Rande: Der durchschnittliche Facebook-User ist mittlerweile 38 Jahre alt, also deutlich gealtert.

Besonders gefragt sind auf Instagram authentische Bilder oder Selfies, Text ist zweitrangig. Es geht viel mehr um die Inszenierung (durch Filter, Posen, Selfies etc.) als um Professionalität, sprich man braucht keine perfekten Fotos, um auf Instagram erfolgreich sein zu können. Auch wenn sie oft aussehen wie Schnappschüsse, werden Instagram-Bilder häufig bis ins kleinste Detail geplant. Seit Stars wie die Kardashians oder Heidi Klum ihre selbst geknipsten Fotos regelmäßig auf Instagram und Facebook teilen, ist der Trend zum festen Bestandteil unseres Alltags geworden. Auch Google mag Instagram und reiht die Fotos im Suchergebnis weit vorne.

Weshalb Naturkosmetik und Instagram so gut zusammenpassen, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Ein kleiner Einblick: Naturkosmetik auf Instagram

Auch WhatsApp wird 2016 für Unternehmen interessant. Diese Plattform eignet sich für kurze und prägnante Kundenkommunikation, etwa die Übermittlung von News oder Angeboten.

4.) Live-Streaming

Neue Apps wie Snapchat oder der Live-Streaming-Dienst Periscope tun ihr übriges dazu. Snapchat ist in der Kommunikation jedoch gewöhnungsbedürftig, denn die Foto- oder Videonachrichten verschwinden nach spätestens 24 Stunden, es geht auch nicht um Likes und Shares. Weil die Inhalte nach 24 Stunden verschwinden, müssen die User ihren Freunden sofort davon erzählen. Das führt zu einem hohen Verbreitungseffekt. Aber weil die Inhalte vergänglich sind, tun sich viele Unternehmen noch etwas schwer, die passende Kommunikationsstrategie dafür zu finden. Aber wer in Richtung kreatives Storytelling denkt, liegt in jedem Fall richtig. In Europa sind Länder wie Irland, Belgien, Norwegen Vorreiter in Sachen Snapchat.

Periscope ist ein Live-Streaming-Dienst, d. h. während User etwas tun, können sie sich dabei filmen und andere zusehen lassen. Diese Art von Voyeurismus ist vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt.

Das war nur ein kleiner Ausblick darauf, was uns 2016 in der Online-Welt erwarten wird.