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10 SEO-Tipps für eine nachhaltige Webseite

Googles Suchalgorithmus ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse des Internets. Wir Online-Geeks tun alles, um dieses zu lüften. Glücklicherweise gelingt uns das mithilfe ausgeklügelter SEO-Analysetools gar nicht so schlecht. Außerdem verrät Google selbst auch immer wieder Faktoren, die dem Such-Giganten selbst wichtig sind. Auch werden Tipps & Tricks verraten, wie man seine Webseite nutzerfreundlicher gestalten kann und somit auch das Ranking auf der Suchergebnisseite verbessert. 10 SEO-Tipps, die man als Webseitenbetreiber 2016 unbedingt kennen sollte, habe ich dir hier zusammengefasst:

Keywords SEO

SEO – eine komplexe Angelegenheit. Foto: Marek/Fotolia

1. Bye, bye Keywords

Das gute alte Keyword war jahrelang ein fixer Bestandteil in unseren SEO-Strategien. Nun müssen wir uns von dieser Konzentration auf einzelne, starre Wörter verabschieden. Wichtiger ist jetzt das große Ganze. Google und Co. erkennen inzwischen die Zusammenhänge und wissen, dass für einen User, der nach “Magenschmerzen loswerden” sucht, auch “Bauchweh behandeln” von Interesse sein könnte. Der Suchalgorithmus geht also weg von Keywords hin zu Entitäten.

Tipp 1 lautet daher: Inhalte holistisch auf Themen anstatt auf Keywords optimieren.

2. Onpage Grundregeln einhalten

Die Qualität der Technik im Hintergrund einer Webseite spielt eine große Rolle. Sie ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Ranking. Eine durchaus bekannte Onpage Grundregel ist beispielsweise die semantische Korrektheit des HTML-Codes. Die richtige Verwendung von <h> Tags, individuelle Title- und Description Tags für jede Seite, sowie Alt-Tags für alle Bilder sollte auf jeder Webseite gegeben sein.

Tipp 2: Weg von Billigwebseiten, hin zum Programmierer des Vertrauens und laufend testen, analysieren und verbessern.

3. Unterschätze niemals die Macht der Performance

Ein weiterer Punkt, der die Technik betrifft, ist die Performance der Webseite. Jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie ungern man auf das vollständige Laden einer Webseite wartet. Nicht nur für inhalts-, bild- und textreiche Seiten ist dies eine echte Herausforderung. Das Thema Performance/Seitenladezeit geht jeden Seitenbetreiber etwas an, denn bei 80 % der User sinkt die Kaufbereitschaft, wenn die Wartezeit zu lange ist. Für 40 % der Online-Einkäufer sind mehr als 3 Sekunden Ladezeit dieser Quelle zufolge inakzeptabel. Bei schlechter Performance steigt demzufolge die Absprungrate, die Conversion sinkt, die Nutzer sind unzufrieden und das Ranking wird geschwächt.

Tipp 3: Performance mit Tools wie PageSpeed überprüfen und gegebenenfalls Optimierung durchführen.

4. Interne Linkstruktur überdenken

Wie eine Webseite intern auf verschiedene Unterseiten verlinkt, ist vor allem ein User Experience Faktor. Und genau deshalb belohnt Google jene Webmaster, die sich Gedanken über eine sinnvolle Linkstruktur und generelle Informationsarchitektur machen. Es zählt nicht die Anzahl der internen Links, sondern die intuitive User Journey, die man mit einer schlauen internen Verlinkung erzeugt. Achtung aber vor der Überoptimierung von Linktexten (Keyword-Stuffing in Linktexten) – das ist so 2011 und weder bei Usern noch Suchmaschinen gern gesehen.

Tipp 4: Zeit nehmen, um User Journeys auf der eigenen Webseite durchzuspielen.

5. Get responsive or die tryin‘

Spätestens seit April diesen Jahres ist die Responsiveness der eigenen Webseite ein absolutes MUST. Die Optimierung für verschieden große Screens der Endgeräte (Desktops, Tablets, Smartphones) ist Google so wichtig, dass dieser Rankingfaktor bereits Monate vor Inkrafttreten bekannt gegeben wurde. Wer immer noch glaubt, dass seine Zielgruppe nur am PC im Büro surft, sollte sich überlegen, ob er auf 50 % der Internet-Nutzer, die das Netz mobil durchforsten, verzichten möchte bzw. kann.

Tipp 5: Unbedingt eine responsive Webseite zulegen.

6. No Flash!

Es gibt ein paar Buzzwords, die jedem Onliner die Haare aufstellen. Internet Explorer 6 und Flash sind nur einige davon. Flash steht in diesem Fall für alle veralteten Technologien, die auf einer Webseite im Jahr 2016 einfach nicht mehr verwendet werden dürfen. Sie funktionieren nur mehr eingeschränkt, nicht mehr auf allen Geräten (z. B. Apple Devices), d. h. man schließt somit eine große Usergruppe aus. Außerdem gibt es bereits Alternativen, die besser funktionieren und umfangreichere Möglichkeiten bieten (z. B. HTML5, CSS3, JavaScript). Des Weiteren strafen eben auch Suchmaschinen die Verwendung veralteter Technologien ab. Ich könnte noch zig Gründe aufzählen, aber der Punkt ist:

Tipp 6: Auf veraltete Technologien verzichten und Neuem gegenüber offen sein.

7. User Signals alias Zufriedenheit meiner User

Die sogenannten User Signals zählen zu den wichtigsten Rankingfaktoren überhaupt. Grund dafür ist, dass diese Signale direkte Rückschlüsse auf die Zufriedenheit der User erlauben. Dazu gehören beispielsweise die Click-Through-Rate (CTR), die Verweildauer auf der Seite und die Absprungrate. Bleibt ein User eine gewisse Zeit auf einer Webseite, nimmt Google an, dass der Inhalt für ihn interessant war. Klickt ein User jedoch nach wenigen Sekunden “Zurück” auf die Suchresultateseite, ist das Gegenteil der Fall bzw. war die User Experience zu schlecht.

Tipp 7: Fesselnde, relevante, gut strukturierte Inhalte erstellen, um User auf deine Webseite zu holen, dort zu halten und zu begeistern.

8. Das Mysterium Social Signals

Die Auswirkung von Social Media Aktivitäten auf das Google Ranking ist immer noch ein nicht zur Gänze aufgeklärtes Rätsel. Sicher ist, dass höher gerankte Webseiten auch mehr Social Signals vorweisen können. Sicher ist auch, dass eine Webseite mit einer hohen Anzahl an Social Signals regelmäßig neue Inhalte veröffentlicht. Ein Faktor, den Suchmaschinen bekanntlich in ihren Algorithmus miteinfließen lassen. Dem entgegen steht ein Statement von Google, indem betont wird, dass sich Social Signals nicht direkt auf das Ranking auswirken. Ob offizieller Faktor, oder nicht:

Tipp 8: Mit Social Media Aktivitäten und guten Inhalten den Traffic auf die Webseite erhöhen und somit die Domain stärken.

9. Backlinks

Eines meiner Lieblings-SEO-Themen ist die stetig schrumpfende Bedeutung von Backlinks. Die Linkbuilding-Schindluder-Zeiten sind endlich vorbei. Wer es nötig hat, Links zu kaufen, oder sich ein künstliches Linknetzwerk aufzubauen, hat sowieso schon verloren. Punkten kann man heutzutage nur mehr mit natürlich generierten, qualitativ hochwertigen Links. Die bekommt man durch – Achtung Zauberwort – relevanten, guten Content. Wer sich die Mühe macht, die Interessen seiner User kennenzulernen und seine Inhalte dementsprechend gestaltet, wird belohnt und das ist gut so.

Tipp 9: Linkearning statt Linkbuilding

10. Mach’s Google leicht

Google crawlt Webseiten in regelmäßigen Abständen. Dabei werden eben jene Faktoren analysiert, welche Google für die Berechnung des Rankings benötigt. Du kannst der Suchmaschine – und somit im Endeffekt auch dir selbst – eine Freude machen und diesen Durchforstungs-Prozess beschleunigen, indem du ein paar einfache Maßnahmen umsetzt: Zum Beispiel (und das deckt sich mit Punkt 2) kannst du jedes Bild auf der Webseite mit einem ALT-Text versehen und Google somit sagen, was auf dieser Image-Datei abgebildet ist. Auf dem Bild oberhalb lautete der ALT-Tag bspw. “Keywords SEO”. Des Weiteren kannst du Snippets einbauen und somit Informationen beschreiben, indem du definierst: “Dieser Text sind die Öffnungszeiten meines Geschäftes” oder “In dieser Zeile beschreibe ich die Anfahrt in unsere Zentrale”. All diese Informationen helfen Google, deine Webseite schneller zu crawlen.

Tipp 10: Mit einfachen Mitteln den Crawling-Prozess beschleunigen.

Ich hoffe, dass ich dir mit dieser kurzen Zusammenfassung der SEO-Must-Knows 2016 einen guten Überblick geben konnte. Wenn dich das Thema Suchmaschinenoptimierung genauer interessiert, empfehle ich dir einen Blick in die umfangreiche Studie von Searchmetrics. Lass dich von der Seitenanzahl nicht abschrecken – der Content ist superrelevant, interessant und gut aufgebaut – die wissen schon, was sie tun. :)

Ansonsten freue ich mich natürlich über deine Fragen, Anregungen und deine Meinung in den Kommentaren!