BlogFachartikel, Interviews und Einblicke für Bio- und Naturkosmetik

Weshalb Instagram und Naturkosmetik so gut zusammen passen

Gerade erst mit Facebook warm geworden? Und jetzt schon wieder ein neues Social Media-Tool, das bespielt werden möchte? In schnelllebigen Internetzeiten ist Instagram allerdings schon fast ein alter Hase: die App ist 2010 entstanden und wurde bereits 2012 von Facebook übernommen. Über 300 Millionen Nutzer zählt Instagram, Tendenz steigend.

Das Smartphone als Tor zur digitalen Welt. Foto: Rasulov/Fotolia

Das Smartphone als Tor zur digitalen Welt. Foto: Rasulov/Fotolia

Was kann man nun eigentlich mit Instagram machen? Es handelt sich dabei um eine App, die man ausschließlich vom Smartphone aus befüllen kann (gucken geht auch vom Laptop/PC): Mit einem Foto in der typisch quadratischen Form oder einem kurzen Video, dem dazugehörigen Text und den beliebten Hashtags. Anders als bei Facebook kann man (fast) keine Links nach außen setzen, die Community vernetzt sich vorwiegend innerhalb von Instagram und teilt die Inhalte dort – direkter Traffic für die eigene Homepage ist also nicht zu erwarten. Dafür leisten die Hashtags gute Dienste für die Vernetzung: Mit dieser eigentlich ganz klassischen Verschlagwortung kann man sich auf die Suche nach interessanten Inhalten machen und inspirieren lassen, auch wenn man den jeweiligen Nutzern bisher nicht folgt bzw. sie gar nicht kennt.

Spannend an Instagram ist die Spontaneität und Schnelligkeit, mit der Posts entstehen können: Mit einem Bild und einigen Worten kann man die Follower am eigenen Leben relativ unmittelbar teilhaben lassen. Ich als Bloggerin setze Instagram als eine Art Ergänzung zu meinem eigenen Blog ein und habe dort die Möglichkeit, spontan Produkte zu zeigen, die mich gerade beschäftigen, es aber noch nicht auf den Blog geschafft haben. Vor allem aber nutze ich Instagram, um kleine Einblicke in mein Leben zu geben und die Welt mit meinen Augen zu zeigen: Ich liebe es zu reisen und draußen in der Natur zu sein. Gerade im Sommer hatte ich den Eindruck, dass es auf meinem Account nicht mehr unbedingt nach einer Beautybloggerin aussah, da sich eine Landschaft und ein Pflanzenbild ans andere reihte. Ich kann mit Instagram also noch eine andere, zusätzliche Geschichte als auf dem Blog erzählen.

Einblick in den Instagram-Account von Beautyjagd

Einblick in den Instagram-Account von Beautyjagd

Und damit wären wir beim Thema Storytelling, das ja gerade in aller Munde ist, wenn es um Markenführung geht. Naturkosmetikfirmen haben hier meiner Meinung nach einen großen Vorteil, denn sie haben meist eine authentische Gründungsgeschichte und vertreten positive Werte wie Umweltschutz und umsichtige Wirtschaftsformen – die sich gut in Wort und Bild kommunizieren lassen, ohne auf konstruierte Inhalte zurückgreifen zu müssen. Auf Instagram geht es nicht nur um Produkte, sondern vor allem um das Image, also die Welt, in der sich eine Firma befindet. Mit einem Bild und einigen Worten lässt sich die eigene Story in immer neuen Facetten erzählen und so zugleich Nähe zu interessierten Followern aufbauen.

Natürlich geht es auf Instagram schon längst nicht mehr so unschuldig wie zu Beginn zu. Instagram wird mittlerweile gezielt als Marketing-Tool eingesetzt und ergänzt die Kampagnen, die auf anderen Kanälen laufen: Influencer mit zur Marke passenden Instagram-Accounts werden beauftragt, Inhalte zu streuen, oder aber Kampagnen werden mit einem Branded Hashtag ausgestattet, der sich dadurch viral verbreiten kann.

Noch werden die Daten auf Instagram nicht wie bei Facebook gefiltert, so dass die Posts gleichmäßig in den Stream der Follower laufen – was eine verlässlichere Reichweite sichert. Auf Instagram sollte man allerdings nicht einfach die gleichen Fotos wie auf Facebook zeigen, ein bisschen näher und authentischer sollte es dann doch sein. Wie wäre es, mal die schöne Umgebung der Naturkosmetikfirma zu zeigen oder kleine Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben? Die gezeigten Geschichten sollten natürlich zur Marke passen, spontane Posts und redaktionellere Informationen in einem guten Gleichgewicht sein – damit der Account lebendig wirkt und allen Beteiligten Spaß macht.

Zum Schluss ein kleiner Ausblick: Wer es noch echter mag, kann ja mal auf Apps wie Snapchat oder Periscope vorbeischauen: Mit kleinen Filmchen, die nur für kurze Zeit verfügbar sind, steht die Unmittelbarkeit des Geschehens noch stärker im Vordergrund. Es geht also immer weiter!