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Do it yourself in der Hautpflege: Vorbereitung auf die kühle Jahreszeit

Kaum beginnen die ersten verregneten Herbsttage, entsteht bei vielen Menschen das Bedürfnis, es sich zuhause gemütlich zu machen. Die Teesammlung wird aufgestockt und Wärmflasche und Kuschelpullis wieder herausgekramt. Cocooning ist jetzt angesagt. Auch wohlige Gerüche und Kräuter in jeglicher Form bekommen wieder Saison. Aber nicht nur in der Küche, sondern insbesondere im Badezimmer tut sich einiges.

Öle stehen in der herbstlichen Hautpflege hoch im Kurs. Foto: Floydine/Fotolia

Öle stehen in der herbstlichen Hautpflege hoch im Kurs. Foto: Floydine/Fotolia

Dass im Sommer fruchtig-frische Düfte den meisten Anklang finden, wissen auch die Hersteller. Jetzt im Herbst sind in der Hautpflege insbesondere Produkte mit krautigen Inhaltsstoffen wie Salbei- und Rosmarinextrakt, Mandel-, Rosen- und Sanddornöl, aber auch warme und pudrige Vanille- und Chai-Düfte angesagt, denn genau diese machen Lust auf den Herbst.

Wellness für Zuhause mit DIY

Bevor es mit der Feuchtigkeitspflege los geht, müssen alte Hautschüppchen erst einmal entfernt werden. Dafür sind selbst angerührte Peelings ideal. Denn ist es nicht ein schönes Ritual, selbst etwas herzustellen und somit auch ganz genau zu wissen, welche Inhaltsstoffe das Pflegeprodukt beinhaltet? Neben dem eingangs erwähnten Cocooning liegt nämlich auch das Selbermachen wieder im Trend – je näher die kalte Jahreszeit rückt, desto mehr. Ein Peeling für den Körper kann ruhig etwas gröber sein:

  • 2 Esslöffel Salz
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Honig

Diese einfachen Zutaten ergeben eine wunderbare Mischung, die die Haut weich und glatt hinterlässt. Eine anschließende Bodylotion ist nicht notwendig.

Für das Gesicht muss es in der Hautpflege sanfter sein. Eine 2:1 Mischung aus Honig und Zimt ist ideal. Die im Honig enthaltenen Stoffe haben eine leicht exfolierende und entzündungshemmende Wirkung, sodass dieses sanfte Peeling, das auch als Gesichtsmaske verwendet werden kann, auch für unreine Haut geeignet ist. Die klebrige Masse kann ein paar Minuten auf dem Gesicht verweilen, bevor sie vorsichtig abgerubbelt wird. Die Haut wird auch ohne Peelingkörnchen sanft aber gründlich gereinigt und ist bereit für eine anschließende Portion Pflege.

Öle, Öle, Öle

Öle können das ganze Jahr über verwendet werden. Besonders zur kalten Jahreszeit haben sie jedoch Hochsaison. Egal ob zum Baden, fürs Gesicht oder den Körper – nach dem Sommer verlangt die Haut nach einer reichhaltigeren Pflege. Sonne, Meer und vermehrtes Duschen haben der Haut zugesetzt, sodass im Herbst der Fett- und Feuchtigkeitsspeicher wieder aufgefüllt werden muss.

Produkte, an die sich zunehmend mehr Konsumenten wagen, sind Gesichtsöle. Zwar darf die Pflege im Herbst etwas reichhaltiger sein als im Sommer, aber beschweren oder zukleistern sollen Öle die Haut keinesfalls. Denn sie soll weiterhin atmen können und unter der Fettschicht keine Pickel bilden. Entscheidend ist, Öle passend zur Jahreszeit und zum Hauttyp auszuwählen. Leichte Texturen, die schnell einziehen, keinen Fettfilm hinterlassen und dennoch gut pflegen sind die Lösung. Auch eine gute Qualität, bspw. in Form eines Bio-Öls, das in schonender Kaltpressung hergestellt wurde, ist zu empfehlen. Der Vielfalt sind hierbei keine Grenzen gesetzt – Wildrosenöl, Sanddornöl und Reiskeimöl sind beispielsweise Öle, die die Hautpflege jetzt bereichern können.

Anregungen für Hersteller und Händler

Der DIY-Trend in der Hautpflege lässt sich durch Hersteller und Händler von Naturkosmetik in vielfältiger Weise aufgreifen. Denkbar sind beispielsweise folgende Ideen:

  • ein DIY-Event, in dem Konsumenten ein bis zwei herbstliche Pflegeprodukte unter kompetenter Anleitung selbst herstellen können
  • die anschauliche Gestaltung des Schaufensters mit entsprechenden Artikeln, die Lust auf DIY machen
  • passende Produkt-Bundles, die im Laden in Szene gesetzt werden, bspw. Bücher mit DIY-Tipps und dazu passenden Produkten oder Rohstoffe und das nötige Zubehör zum Selbermachen von Hautpflege-Produkten
  • DIY-Rezepte, die im Newsletter oder auf der Website und auf den sozialen Kanälen mit den Konsumenten geteilt werden